Gerhard Kero

eignete sich sein umfangreiches musikalisches Spektrum unter anderem im Zuge langjähriger Studienreisen in außereuropäische Musikkulturen an, wobei ihn viele Jahre Westafrika am nachhaltigsten prägten. Von 1989 bis heute erforscht Gerhard die Rhythmuskultur in den Kernländern der Djembe und zählt in der internationalen Fachwelt zu den Pionieren der Djembe-Szenegründer_innen Europas. Der Bogen seiner Bühnenpräsenz und künstlerischen Erfahrung spannt sich von World Music über Pop bis Experimental Jazz. Dass sein Herz allerdings stets am heftigsten für westafrikanische Grooves der im Mandeng beheimateten Djembemusik schlug, ist kein Geheimnis. Mit seinem Soloalbum Keromono wagte er das vielbeachtete Projekt, ein ganzes Album mit einer Djembe alleine zu gestalten. Auf zahlreichen weiteren Tonträgern (SANZA, Phoenix Percussion Project, Shanta Noir) lässt sich sein umfassendes Repertoir an Percussioninstrumenten hörenNeben seiner jahrelangen Feldforschung in Westafrika widmet sich Gerhard der Rhythmusforschung. Team im Rhythmus (Hollitzer Wissenschaftsverlag) untersucht die Einflüsse analoger rhythmischer Interventionen auf teamrelevante Sozialkompetenzen, Flow und Gruppenkohäsion und liefert empirische Beweise für die Kraft des Rhythmus in Teambildungsprozessen. Im Fokus von Sprechen Sie Rhythmus? (Hollitzer Wissenschaftsverlag) steht die Allianz der beiden echten Universalien Rhythmus und Sprache, in der mittels einer experimentellen Blindstudie nachgewiesen wird, dass die lautmalerische Kodierung rhythmischer Lerninhalte lernförderliche Wirkung zeigt. Gemeinsam mit Ulli Sanou etablierte er 2008 mit dj.e.m.be© die erste und im deutschsprachigen Raum einzigartige umfassende Diplomausbildung für Djembekultur, entwickelte 2005 das künstlerisch hochwertige Teamentwicklungskonzept das.imtakte.team©, entwarf 1996 den Djembe-Font zur Notation von Djembemusik und leitet die beatfactory seit ihrer Gründung 1989. Gerhard hat einen Master of Science (MSc) in Wissensmanagement und einen Master of Arts (MA) in Bildungsmanagement und Weiterbildungsforschung (Professional Teaching and Training)

BIO   

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Ulli Sanou

Ihre Leidenschaft für rhythmische Musik veranlasste sie eines verschneiten Jännermorgens Ende der 1980-er Jahre, sämtliche Berufe, die sie bis dahin ausgeübt hatte, an den Nagel zu hängen, um sich fortan keinem Beruf mehr, sondern einer Berufung zu widmen. Zahlreiche Studienreisen nach Westafrika (Mali, Burkina Faso, Guinee) und eine langjährige Bühnenerfahrung mit SANZA und anderen Gruppen bilden die fachliche Grundlage für ihren Unterricht. Der Lust, sich zu rhythmischer Musik zu bewegen, frönt sie in ihren Tanzkursen und auch sonst zu jeder Gelegenheit. Ulli Sanou ist Absolventin der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und ausgebildete Feldenkrais® Trainerin. Mit SANZA ist sie auf mehreren Alben zu hören, und mit ihrem Mali-Roman Aus dem Rhythmus stellt sie neben ihrem musikalischen auch ihr schriftstellerisches Können unter Beweis. In der internationalen Fachwelt zählt sie zu den Djembe-Szenegründer_innen in Europa. Gemeinsam mit Gerhard Kero etablierte sie 2008 mit dj.e.m.be© die erste umfassende Diplomausbildung für Djembekultur im deutschsprachigen Raum, entwickelte 2005 das künstlerisch hochwertige Teamentwicklungskonzept das.imtakte.team©, entwarf 1996 den Djembe-Font zur Notation von Djembemusik und leitet die beatfactory seit ihrer Gründung 1989.

BIO

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Billy Konate

Der 1977 in Conakry/Guinea geborene Sohn des wohl unbestritten berühmtesten Djembefola der Gegenwart Famoudou Konate spielte bereits mit 7 Jahren mit seinem Vater die traditionelle Musik der Malinke. Alles, was er sich wünschte, war, ein großer Djembefola zu werden, denn seine Liebe galt der Musik. Er folgte seinem Traum und wurde über Jahre auf den traditionellen Festen der Maninka durch seinen Vater ausgebildet. Billy wirkte an allen CDs seines weltberühmten  Vaters mit und brachte 2003 sein Debütalbum „Saboule Möyala N´Wölobalou Kobarika“ heraus, welchem in den darauffolgenden Jahren weitere erfolgreiche Album-Produktionen folgten. Billy Nankouma Konaté ist einer der bemerkenswertesten Djembefola seiner Generation und versteht, es, den Menschen auf höchst professionelle Art die Kultur seines Volkes, der Maninka, näherzubringen. Im Rahmen der Ausbildung dj.e.m.be© – djembe education modules beatfactory ist Billy Konate für die guineanische Ausprägung der Djembemusik zuständig.

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Rainer Polak

ist Musikethnologe und Musiker. Er studierte an der Universität Bayreuth Ethnologie, Afrikanistik und Geschichte Afrikas (1989–96) und war Stipendiat im Graduiertenkolleg »Interkulturelle Beziehungen in Afrika« (1996–99). Ethnographische Feldforschung und Teilnahme als professioneller Djembe-Spieler bei Berufstrommlern in Mali (acht jeweils mehrmonatige Forschungsaufenthalte seit 1991). Dissertation über die Urbanisierung und Kommerzialisierung von Festmusik in Bamako (wissenschaftlicher Nachwuchspreis der Vereinigung der Afrikanist_innen in Deutschland, 2004). Musikwissenschaftliches Post-Doc-Projekt über das Timing von Djembe-Rhythmen (DFG Forschungsstipendium, 2006–07). Lehraufträge an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und an der Universität Basel. Rainer Polak hält die Theorieseminare Djembespezifische Musikethnologie 1 + 2 und Musiktheorie im Rahmen der Ausbildung dj.e.m.be© – djembe education modules beatfactory.

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Herwig Schöbitz

Die ganze Welt ist Rhythmus. Davon war er schon als Kind überzeugt. Von seiner Liebe zur Musik und dem Entdecken neuer Töne getrieben, begann er zunächst die Geige zu streichen, bis er merkte, dass schlagen und klingeln, rasseln und trommeln viel eher seiner Leidenschaft entsprach. So führte ihn das Glück einige Jahre später in die beatfactory, wo ihm im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig klar wurde, hier endlich ein Zuhause für seine ruhelos umherziehende Rhythmusseele gefunden zu haben. Seit der Jahrtausendwende setzt sich Herwig Schöbitz intensiv mit der westafrikanischen Trommelmusik auseinander, eignete sich im Rahmen zahlreicher Kurse und Workshops in Österreich und Westafrika bei namhaften Djembespieler_innen und Djembelehrer_innen, und letztendlich als Absolvent der umfassenden Ausbildung dj.e.m.be© – djembe education modules beatfactory sein umfangreiches Können und Wissen an, welches er kompetent und mit großer Hingabe weitergibt. Herwig spielt bei nabum – beatfactory stageproject.

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Michael Amtmann

Quasi von Geburt an spielte Musik in seinem Leben eine wesentliche Rolle. Viele Jahre Klavierunterricht brachten schon ganz anhörbare Resultate, bis eines Tages (im Jahre 1990) das Schicksal in Form eines SANZA Konzerts in Graz in sein Leben trat und den Anstoß für eine große Abenteuerreise in die Welt der westafrikanischen Perkussionsmusik gab. In zwei Studienreisen nach Mali, Burkina Faso und Guinée und zahlreichen Workshops bei namhaften Djembelehrer_innen vertiefte er sein umfassendes Wissen und Können. Ausgehend von der Vorstellung, dass viele Abläufe im Leben und in der Natur von Rhythmen getragen sind und sich zyklisch wiederholen, ist er überzeugt, dass jeder Mensch ein rhythmisches Grundverständnis in sich trägt und es nur eine Frage der Methode und Ausdauer ist, es zu erwecken und zu beleben. Schnell springt in seinen Unterrichtsgruppen Begeisterung und Liebe für diese Musik auf die Teilnehmer_innen über. Michael spielt bei  nabum – beatfactory stageproject.

Burag Mesrobyan

ist ein leidenschaftlicher Weltmusiker.
In seinen Unterrichtsstunden werden die Kursteilnehmer_innen in die Musiktraditionen der jeweiligen „Trommel-Ursprungsländer“ eingeweiht. Dabei kommen natürlich gängige Grooves und moderne Interprationsformen der Rhythmen nicht zu kurz. Das gemeinsame Musizieren und die Freude am Lernen stehen dabei immer im Vordergrund, sodass sich die Erfolge in puncto Spieltechnik und Rhythmuskenntnis wie von selbst einstellen.
Burag spielt in verschiedenen Ensembles Darbuka, Rahmentrommeln und Cajon und ist auf diversen Aufnahmen und Filmmusik zu hören. Er spielte mit dem Ausnahmekünstler Karim Othman Hassan zahlreiche Konzerte im Bereich der „klassichen orientalischen Musik“, trat mit namhaften Flamencokünstler_innen aus Spanien auf (Daniel Serrano, Cristina Lopez, Edu Hidalgo), spielt häufig Konzerte mit dem griechischen Oudisten Iordanis Foutsitzoglou und arbeitete mit dem griechischen Flötisten Dimitris Kountouras im Bereich der alten Musik (Ensemble Ex Silentio) zusammen.

Drissa Kone

ist über sein Heimatland Mali hinaus einer der meistbeachteten und respektiertesten Djembespieler der Gegenwart. Früh begann er in seinem Heimatdorf Kourouba zu trommeln. Im Alter von 13 Jahren zog es ihn in die Hauptstadt Bamako, wo er im bereits verstorbenen legendären Yamadou Doumbia für lange Jahre seinen wegweisenden Meister fand. In den 1980-er Jahren tourte Drissa als beliebter Festtrommler und Solist unzähliger Ballets durch Mali. 1989 lernte er in Mali Ulli Sanou und Gerhard Kero kennen. Bis heute ist er deren wichtigster Lehrer und musikalischer Mentor. Nach einer intensiven Lernphase in Mali, in der die beiden weißen Djembespieler zu gern gesehenen Mitgliedern seines beliebten Festmusik-Ensembles wurden, holten sie Drissa 1991 erstmals nach Europa zu ihrer Gruppe SANZA. Die darauffolgenden sieben Jahre spielte er zahllose Konzerte in Europa und begeisterte stets sein Publikum. In dieser Zeit entstanden die Alben SANZA live und in search of the one. Weitere Engagements führten Drissa nach Deutschland, Spanien, Frankreich und in die Schweiz. 2006 war er als Gastdozent nach Rotterdam an die Codarts University of Professional Arts Education geladen, um ein zweiwöchiges Workshop für internationale Profimusiker_innen zu leiten. Die Alben Kurubamako und Naani halten seinen einzigartig melodiösen und eleganten Stil, die Djembe zu spielen, fest. Sein umfassendes Wissen vermittelt er in Kursen ebenso geduldig, einfühlsam und freigiebig, wie sein großes Repertoir und seine einzigartige Spieltechnik. 

Video über Drissa

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Oumou Mariko

Die Profitänzerin aus Mali begann ihre Karriere in regionalen Tanztruppen und war schon lange ein umjubelter Star auf traditionellen Festen, bevor sie nach Europa kam, wo sie in den 1990-er Jahren mit SANZA (Gerhard Kero, Ulli Sanou, Benno Sterzer, Oumou Mariko, Madou Kone, Drissa Kone) tourte und seither in regelmäßigen Abständen als Ausbildungsleiterin der beatfactory Wien besucht und ihr Publikum in Konzerten und Tanzkursen begeistert. Oumou setzt dem an sich schon aufregenden Tanzstil von Bamako in Form ihrer unnachahmlichen Ästhetik und Power sozusagen die Krone auf: selbst in der minimalsten Bewegung lässt sie die Zuschauer_innen ein bevorstehendes Feuerwerk erahnen und auch mitten im explosivsten Furioso verzichtet sie niemals auf Stil und Eleganz. In ihrem Heimatland Mali ist Oumou nicht nur Anlaufstelle für Profitänzer_innen aus aller Welt, sondern auch als Sängerin mit zahlreichen Fernseh-und Radioauftritten bekannt. Zu hören ist sie auf den mit SANZA eingespielten Alben in search of the one und Naani.

Video über Oumou

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